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Ansprechpartnerin

Katharina Kraatz

fachliche Leitung der DRK-Praxis für Ergotherapie

Tel: 03949 51420 - 130
ergotherapie[at]drk-boerde[dot]de

Praxis für Ergotherapie
DRK-Zentrum "Am Hackelberg"
Hackelberg 6
39387 Oschersleben

Ergotherapie gehört zu den medizinischen Heilberufen und gehört neben den physiotherapeutischen Maßnahmen und logopädischen Behandlungen zu einem ganzheitlichen Behandlungskonzept.

Der Begriff Ergotherapie stammt aus dem Griechischen und besagt soviel wie: Gesundung durch Handeln und Arbeiten.

Somit ist eine ergotherapeutische Behandlung eine ärztlich verordnete Aufforderung zu aktiven Handeln bei Störungen der Motorik, der Sinnesorgane und der geistigen und psychischen Fähigkeiten von Menschen jeden Alters.

In der ergotherapeutischen Behandlung soll dem Patienten dabei geholfen werden, eine durch Krankheit, Verletzung oder Behinderung verloren gegangene oder noch nicht vorhandene Handlungsfähigkeit im Alltagsleben (wieder) zu erreichen.

Funktionen und Fähigkeiten eines Menschen können zum Beispiel durch einen Schlaganfall oder Unfall verloren gehen oder bei Kindern aufgrund von Entwicklungsstörungen in nicht ausreichendem Maße ausgebildet sein.

Ziele der Ergotherapie

Ziel der Ergotherapie ist die größtmögliche Selbständigkeit und
Unabhängigkeit im Alltags-, Schul- oder Berufsleben.

Selbständig zu sein kann bedeuten:

  • selbst Essen zu zubereiten
  • selbst einkaufen zu gehen
  • seine Körperpflege allein zu bewältigen
  • seinen beruflichen Alltag zu bewältigen
  • Bewegungsfreude zu empfinden und
  • mit anderen gemeinsam etwas zu unternehmen.

Anwendungsbereiche

  • bei Patienten mit neurologischen Störungen, zum Beispiel nach einem Schlaganfall oder Unfall,
  • bei Kindern mit Verhaltens- oder Entwicklungsstörungen,
  • bei Menschen mit angeborenen körperlichen und geistigen Schädigungen,
  • bei Patienten, die unter Multipler Sklerose, Parkinson oder Alzheimer leiden
  • bei Patienten mit rheumatischen Erkrankungen, orthopädischem Verschleiß oder nach Handverletzungen
  • bei Menschen mit Störungen der Koordination, der Aufmerksamkeit, der Reaktion, der Merkfähigkeit, des Gleichgewichts oder der Grob- bzw. Feinmotorik

Maßnahmen in der Ergotherapie

motorisch-funktionelle Behandlung für Patienten mit körperlichen Beeinträchtigungen

  • z.B. bei funktionellen Störungen nach Handverletzungen oder Operationen, rheumatische Erkrankungen - Orthopädie
  • oder Erkrankungen des Muskelsystems - Neurologie

sensomotorisch-perzeptive Behandlung für Patienten, die unter einer Beeinträchtigung der Funktionen des Zentralen Nervensystems ( = Gehirn und Rückenmark) oder unter Funktionsstörungen der peripheren Nerven ( = Nervenbahnen außerhalb von Schädel und Wirbelkanal) leiden

  • z.B. bei Kindern mit Entwicklungsverzögerungen, ADHS oder cerebralen Bewegungsstörungen - Pädiatrie
  • sowie bei Patienten mit neurologischen Ausfällen nach Schlaganfall, Schädelhirntrauma, Multiple Sklerose sowie Querschnittssyndrom oder peripheren Nervenlähmungen - Neurologie

Hirnleistungstraining / Neuropsychologisch orientierte Behandlung für Patienten mit Problemen in der Wahrnehmung, im Denken und Erkennen sowie Gedächtnis, Konzentration und Aufmerksamkeit

  • z.B. kognitiven Störungen bei Morbus Alzheimer, leichter Demenz und hirnorganisches Psychosyndrom - Neurologie und Geriatrie)

psychisch-funktionelle Behandlung für Menschen mit psychischen Erkrankungen und psychosozialen Problemen

  • z.B. bei Störungen der psychosozialen und sozioemotionalen Funktionen durch Schizophrenie, Depressionen, Psychosen oder Angststörungen - Psychiatrie

Einzelmaßnahmen sind zum Beispiel

  • Erarbeiten und Einüben von gesunden oder angepassten körperlichen Bewegungsabläufen über gezielte aktive Bewegungsübungen, zum Beispiel durch neurophysiologische Behandlungsmethoden

  • Trainieren von Kraft, Beweglichkeit, Ausdauer und Koordination über gezielte handwerkliche oder spielerische Behandlungsmedien, vor allem der oberen Extremität, zum Beispiel in der Handtherapie

  • Schulung der körperlichen Wahrnehmung und Sensibilität über besondere sensibilisierende Therapiemethoden

  • Training von Alltagsaktivitäten: sich selbständig Waschen oder Anziehen oder die Zubereitung von Mahlzeiten sowie Einkaufen, sowie durch gezielte Aktivitäten, Kontrollen und Begleitungen erlernen der eigenständige Zeiteinteilung oder Tagesstrukturierung

  • Trainieren der Aufmerksamkeit, der Wahrnehmung, der Konzentration, des Gedächtnisses und der Ausdauer über gezieltes Hirnleistungstraining

  • Beraten und Anleiten der Angehörigen im Umgang mit dem Patienten 

Je nach Krankheitsbild werden unterschiedliche Einzelmaßnahmen der Ergotherapie individuell zusammengestellt.

Die ergotherapeutischen Behandlungsmethoden beinhalten medizinisches Fachwissen sowie sozialwissenschaftliche und handlungsorientierte Grundlagen und bedienen sich vielseitiger lebenspraktischer Methoden.

Dabei werden psychomotorische Übungsmaterialien sowie funktionelle, spielerische, handwerkliche und gestalterische Techniken eingesetzt.

Verschiedene mögliche Behandlungen

Die ergotherapeutischen Behandlungsmethoden beinhalten medizinisches Fachwissen sowie sozialwissenschaftliche und handlungsorientierte Grundlagen und bedienen sich vielseitiger lebenspraktischer Methoden.

Dabei werden psychomotorische Übungsmaterialien sowie funktionelle, spielerische, handwerkliche und gestalterische Techniken eingesetzt.

Mögliche Behandlungen sind:

  • Erarbeiten und Einüben von gesunden oder angepassten körperlichen Bewegungsabläufen über gezielte aktive Bewegungsübungen, zum Beispiel durch neurophysiologische Behandlungsmethoden
  • Trainieren von Kraft, Beweglichkeit, Ausdauer und Koordination über gezielte handwerkliche oderspielerische Behandlungsmedien, vor allem der oberen Extremität, zum Beispiel in der Handtherapie
     
  • Schulung der körperlichen Wahrnehmung und Sensibilität über besondere sensibilisierende Therapiemethoden
  • Training von Alltagsaktivitäten: sich selbständig Waschen oder Anziehen oder die Zubereitung von Mahlzeiten sowie Einkaufen, sowie durch gezielte Aktivitäten, Kontrollen und Begleitungen erlernen der eigenständige Zeiteinteilung oder Tagesstrukturierung
  • Trainieren der Aufmerksamkeit, der Wahrnehmung, der Konzentration, des Gedächtnisses und der Ausdauer über gezieltes Hirnleistungstraining
  • Beraten und Anleiten der Angehörigen im Umgang mit dem Patienten

Wichtig: Das Üben von Aktivitäten und Handlungsabläufen

Durch Verbesserung, Wiederherstellung oder Kompensation der beeinträchtigten Fähigkeiten und Funktionen soll dem Patienten eine möglichst große Selbstständigkeit und Handlungsfreiheit im Alltag ermöglicht werden. Neben geeigneten Übungen soll auch der Einsatz von Hilfsmitteln dazu beitragen, dass die verbleibenden Fähigkeiten angepasst werden und so ein Optimum an Rehabilitation erreicht wird.

Moderne Therapieverfahren sind beispielsweise die sensorische Integrationstherapie nach Jean Ayres, die Behandlung nach dem
Bobath-Konzept oder die kognitiv-therapeutische Übungsbehandlung nach Prof. Perfetti.

In diesen Behandlungsmethoden fließen unterschützend andere Konzepte, wie das medizinische Tapen, die Mobilisation Nervaler Strukturen oder das Marburger Konzentrationstraining und vieles mehr mit ein.

Die ergotherapeutische Behandlung ist ein wichtiger Teil einer ganzheitlichen Behandlung. Das heißt, dass nicht nur die Bewegungsabläufe des Körpers, also die Motorik geschult werden, sondern das ganze menschliche System mit einbezogen wird. In der Behandlung geht es um Bewegung, Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und um das harmonische Zusammenwirken dieser Einzelaspekte.

In Abstimmung mit behandelndem Arzt und den Therapeuten

Die ergotherapeutische Betreuung wird auf Verordnung eines Haus- oder Facharztes durchgeführt. Dieser stellt bei entsprechender Indikation das erforderliche Rezept (Heilmittelverordnung 18 – Maßnahmen der Ergotherapie) mit der Behandlungsmaßnahme (siehe unten) und Anzahl der Behandlungen aus.

Um abzuklären, ob bestimmte Beschwerden ergotherapeutisch behandelt werden können und sollen, ist es von Vorteil direkte Rücksprache mit uns oder einer anderen freien ergotherapeutischen Praxis und dem Arzt zu halten.